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Zwischen Adventsbäckerei und Weihnachtsschmaus

Kulinarische & Nachhaltige Weihnachtshighlights

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und somit - wie ich finde - die schönste Zeit des Jahres.

Der aromatische Zimtduft in der Nase, die immer wiederkehrenden Hits von Wham und Mariah Carey im Radio, die geschmückten Christbäume wohin ich auch blicke. Herrlich!

So wie ich mich noch als Kind am Meisten auf die Geschenke bei der Bescherung gefreut habe, so ist es heute doch etwas ganz anderes, das mir an Weihnachten wichtig ist: Das Zusammensein mit der Familie und, du hast es schon geahnt, das Weihnachtsessen! Beim gemeinsamen Schlemmen mit den Liebsten schmeckt es doch immer nochmal besser.

Gans, Truthahn, Ente oder Fisch?

blog weihnachtsessen gruenAn Weihnachten lassen wir es uns bekanntlich richtig schmecken. Zu den beliebtesten deutschen Weihnachtsgerichten zählen Raclette, Fondue und Kartoffelsalat mit Würstchen. Natürlich darf das Dessert nicht fehlen, hierbei mögen wir Lebkuchen oder Zimtpudding. Gerade wenn die Verwandtschaft eingeladen wird, ist der kulinarische Genuss meist die oberste Priorität.

Soweit ich zurückdenken kann, hat meine Familie an Weihnachten immer groß aufgetischt. Da wurde öfters mal zu speziellen und häufig teureren Zutaten gegriffen. Aus Angst, dass nicht alle satt und zufrieden sein könnten, haben wir über die letzten Jahre leider grundsätzlich an jedem Weihnachtsfest zu viel gekocht. Doch das möchte ich dieses Jahr ändern.

Im Alltag liegt mir persönlich eine ausgeglichene und gesunde Ernährung am Herzen. Ich versuche meist auf biologisch und lokal hergestellte Zutaten zu achten. Auch für das Weihnachtsessen sind mir diese Werte wichtig, deshalb schaue ich mich nach gesunden und nachhaltigen Alternativen um. Gerne teile ich meine Ideen mit dir!

Um nicht Unmengen an Weihnachtsessen übrig zu haben, ist eine schlaue Planung vorab wichtig. Informiere dich genau, wie viele Leute an deinem Weihnachtsessen teilnehmen werden. An dieser Stelle ist es auch von Vorteil, deine Liebsten noch einmal nach Diäten oder Unverträglichkeiten zu fragen. Denn wenn du beispielsweise 10 Gäste hast, aber nur 8 davon Fleisch essen, solltest du wohl lieber nochmal nach vegetarischen Beilagen suchen. So kannst du viel übrig gelassenes Essen vermeiden. Überlege dir trotzdem im Vorhinein, wie du eventuelle Reste noch gut in den Folgetagen verwerten kannst. Dazu habe ich am Ende des Blogs noch tolle Inspirationen für dich, also unbedingt weiter lesen.

Erster Schritt: Die Qual der Rezept-Wahl

Nun geht es an die Qual der Wahl: Ein leckeres Rezept finden, mit dem alle Weihnachtsgäste glücklich sind. Um nach einem möglich nachhaltigen Rezept zu kochen, gibt es ganz verschiedene Ansätze.

Wenn du vorhast, ein Fleisch-lastiges Weihnachtsessen zu kochen, ist ein Vorgehen nach dem Nose-to-tail Prinzip eine gute Idee. Demnach werden so viele Teile eines Tieres wie möglich verarbeitet und verzehrt, um der Lebensmittelverschwendung bereits auf der Ebene der Tierschlachtung vorzubeugen. Das Ganze klingt im ersten Moment vielleicht ein bisschen abschreckend, aber Nose-to-tail ist eine erwiesenermaßen nachhaltige Vorgehensweise beim Kochen.

Hier ein paar Rezeptvorschläge dazu 

Wenn du lieber Fisch als Fleisch isst, solltest du eine qualitativ hochwertige Fischsorte aus nachhaltigem Fang wählen. So wirkst du dem Aussterben bedrohter Fischarten durch Überfischung aktiv entgegen.

Hier geht es zu leckeren Fischrezepten

Wenn du gänzlich auf Fleisch und Fisch verzichten möchtest, gibt es viele wunderbare vegetarische Rezeptideen. Durch den Verzicht auf tierische Zutaten leistest du einen großen Beitrag zu deinem klimafreundlichen Weihnachtsessen.

Auch hier habe ich viele schöne Rezeptideen für dich gefunden.

Weihachten Rezeptbuch

darlene zimtstrerneAll-time favorite Weihnachtsgebäck - Zimtsterne

Natürlich darf der Nachtisch beim Weihnachtsessen nicht fehlen. Nach ein bisschen Recherche habe ich ein tolles veganes Rezept für Zimtsterne finden können, ganz ohne tierische Zutaten und trotzdem sehr lecker. Ich habe es selbst gebacken und bin begeistert!

Mein Tipp: Füge gerne andere gesunde „super foods“ hinzu, wie Leinsamen, Haferflocken oder schwarze Johannesbeeren. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Spiele ein bisschen mit den Zutaten und merke selbst, wie viel Spaß gesundes Backen und Naschen machen kann!

Ein paar meiner Lieblingsrezepte für die alternativen Zimtsterne findest du hier:

 

GlühweinZu guter Letzt zeige ich dir noch drei Rezepte für roten, weißen und alkoholfreien Glühwein mit gesunden Zutaten. Nelken zum Beispiel werden schon seit Jahren als Heilkräuter verwendet, denn das Nelkenöl kann bei Konzentrationsschwächen, Zahnschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden helfen.

Außerdem kann ein 10-minütiges Fußbad mit Nelkenöl und anderen Ölen (Oregano, Lavendel, Thymian) die Symptome einer angehenden oder fortgeschrittenen Erkältung lindern, was ich bei der kalten Jahreszeit einfach prima finde.

Auch das ayurvedische Heilmittel Kardamom schmeckt nicht nur lecker im Glühwein, sondern kann die Verdauung unterstützen und bei Asthma helfen.

Hier geht’s zu den Rezepten, wohl bekommt’s!

Zweiter Schritt: Nachhaltig einkaufen leicht gemacht

Wenn du deinen CO2-Fußabdruck beim Kochen möglichst geringhalten möchtest, empfehle ich dir, bereits beim Einkauf deiner Lebensmittel auf deren Herkunft zu achten. Das klappt am besten, indem du vorwiegend lokal einkaufst. Verzichte bewusst auf importierte Lebensmittel, die einen weiten Transportweg hatten und somit hohe CO2-Emissionen verursachen. Schaue stattdessen mal bei deinem lokalen Bauern oder auf dem Wochenmarkt vorbei. Die dort angebotenen Produkte kommen meist aus der Region und sind wenig bis gar nicht behandelt. Das ist gesunder für das Klima, und für dich selbst! Und um ehrlich zu sein, schmeckt eine Freiland-Henne vom Bauern einfach besser, als das Tiefkühl-Huhn vom Discounter.

Wenn du deine Einkäufe lieber im Supermarkt erledigst, ist eine lokale Herstellung leider nicht immer gewährleistet. Aber keine Sorge! Auch hier kannst du deine Lebensmittel für das Weihnachtsfest bewusst wählen. Achte beispielsweise auf Produkte mit dem „Fairtrade“ oder „Bio“ Siegel. Außerdem ist saisonales Gemüse und Obst immer toll. Durch den langen Reifeprozess schmeckt es frisch und lecker, ist aber auch voll mit gesunden Vitalstoffen.

Übersicht der Produkte, die du bedenkenlos im Dezember saisonal kaufen kannst

Wintergemuese

Tanzenden KochmaennchenDritter Schritt: Ran an den Kochlöffel!

Sobald das Rezept ausgesucht und die Zutaten eingekauft wurden, geht es ran ans Kochen! Dabei achte ich auf ein paar Kleinigkeiten, die doch eine große Auswirkung haben können.

  1. Ich versuche beim Gemüseschneiden wenig verschwenderisch zu arbeiten, und so viel wie möglich von der Paprika, dem Apfel oder der Aubergine zu verwerten.
  2. Ich plane meine Backofennutzung strategisch – wenn möglich, kommen bei mir mehrere Sachen gleichzeitig in den Ofen, anstatt nacheinander, um Energie zu sparen.
  3. Ein gutes Zeitmanagement ist das A und O. Ich gebe mein Bestes, um wirklich erst dann mit dem Kochen fertig zu sein, wenn meine Gäste vor der Tür stehen. Denn dann muss ich nicht alles kurz vor dem Essen noch mal aufwärmen, und kann so einer doppelten Energienutzung vorbeugen. Mache dir keine Sorgen, wenn du die Kochzeit nicht genau vorplanen kannst. Ich bin mir sicher, deine Gäste werden dir kurze Wartezeiten verzeihen, und es sich währenddessen vor dem Kaminfeuer oder am Weihnachtsbaum gemütlich machen.

Vierter Schritt: Wohin mit den Resten?

Trotz vieler Planung und hungriger Gäste bleiben Essenreste um die Weihnachtszeit herum leider nie völlig aus. Viel zu schade ist es, dass übrig gebliebene Essen einfach in die Tonne wandern zu sehen. Zwar bin ich selber manchmal genervt von den typischen „Reste-Esse-Tagen“, an dem man zum dritten Mal hintereinander den Sauerkraut Auflauf von Mama vorgesetzt bekommt.

Aber ich habe spannende Tipps gefunden, wie man das übrig gebliebene Weihnachtsessen noch einmal so richtig aufpeppen kann. So verdirbt auch sicher nichts, und man verwandelt teils einfache Zutaten in ein tolles (zweites) Festmahl.

 Hier ein paar Inspirationen:

  • Gemüse: Bereits gekochtes Gemüse kann zu einer leckeren Suppe verarbeitet werden, die gerade an den kalten Wintertagen ein wahrer Genuss ist.
  • Früchte: Obst lässt sich toll zu Marmeladen oder Smoothies verarbeiten. Alternativ kannst du sie in süße Pfannekuchen verarbeiten oder zusammen mit Waffeln servieren.
  • Reis: Trockener Reis im Kühlschrank wird häufig solange vermieden, bis er nicht mehr gegessen werden kann. Schluss damit! Mit wenig Aufwand kannst du aus einfachem Reis leckere Salate oder Suppen zaubern.
  • Brot: Aus Brotresten lässt sich schnell und einfach der beliebte Arme Ritter zaubern. Sollte das Brot schon hart geworden sein, empfehle ich dir, es zu Semmelbröseln zu verarbeiten und diese zum Panieren oder zum Soßen binden zu benutzen.

Mehr Tipps dazu, wie du deine Essensreste weiterverwerten kannst.

Das Highlight: Ein leckeres Rezept zu übrig gebliebenem Raclette-Essen

Falls du noch große Mengen an unzubereitetem Essen vom Weihnachtsfest übrig hast und glaubst, dass du nicht alles rechtzeitig aufessen kannst, wäre es eine super Lösung, dein Essen zu spenden. Es gibt leider immer noch zu viele hungernde Menschen auf Deutschlands Straßen, die sich gerade im Winter über eine wärmende Mahlzeit sehr freuen.

Wenn du zum Fest der Liebe Essen spenden möchtest, kannst du dich an diverse Organisationen wenden:

Du solltest wissen, dass es nahezu unmöglich ist, alle dieser nachhaltigen Vorgehensweisen auf einmal umzusetzen.

Für das diesjährige Weihnachtsessen werde ich persönlich aber versuchen, mir einige der genannten Tipps zu Herzen zu nehmen, denn letztendlich macht jede noch so kleine nachhaltige Alternative einen Unterschied.

Ich hoffe, dass ich auch dich auf die ein oder andere leckere Idee bringen konnte, und wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest mit deiner Familie!

Deine Darlene

darlene weihnachten

Kommentare (1)

  • christina

    15 Dezember 2019 um 00:11 | #

    Hört sich toll an :)

    antworten

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