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Too Good To Go sagt Lebensmittelverschwendung den Kampf an! Machst du mit?

Lebensmittelverschwendung – den Begriff kennen wir alle. Und das hat seine Berechtigung, denn noch immer landet viel zu viel Essen in der Tonne. Jeden Tag und überall auf der Welt. In diesem Blog möchte ich dir Tipps und Tricks geben, wie du die Lebensmittelverschwendung bei dir Zuhause vermeiden kannst. Außerdem nehme ich dich mit in die wunderbare Arbeit von Too Good To Go, einer Initiative, welche sich voller Tatendrang gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzt. Im Interview erzählt PR-Managerin Victoria Prillmann über das Geschäftsmodell, und die begeisterte Userin Sarah teilt ihre bisherigen Erfahrungen. Aber zunächst beginnen wir mit einer kleinen Geschichte.

Einsam und vergessen in den Untiefen des Kühlschranks

Stell dir das folgende Szenario vor: Du gehst einkaufen und kochst dir zum Abendessen eine leckere Lasagne, von der ein Rest übrigbleibt. Du packst ihn in eine Dose, die erstmal in den Kühlschrank wandert. Eigentlich möchtest du die Reste morgen mit auf die Arbeit nehmen und dort in deiner Mittagspause essen. Im Büro angekommen siehst du, dass deine Kollegin Geburtstag hat und jede Menge Sandwiches und Muffins für das ganze Team bereitstehen. Du schnappst dir genug von beidem, um deinen Hunger zu stillen. Auf dem Weg Nachhause überlegst du dir, ob du nicht auch mal wieder Sandwiches machen solltest und hältst noch schnell beim Supermarkt. Huch! Da waren die Augen wieder größer als der Magen und du kaufst genug für die nächsten beiden Tage ein. Deine Lasagne hast du unterdessen völlig vergessen, sodass sie in wenigen Tagen das Schicksal der Tonne ereilt…

 

Lebensmittel Verschwendung Blog
Gruene Tonne
Lasagne

 

Schluss mit Lebensmittelverschwendung in deinem Zuhause

Ist dir so etwas auch schon einmal passiert? Damit bist du ganz sicher nicht allein. Wenn du aber stark auf deine eingekauften Speisen achtest und kaum Lebensmittel wegschmeißen musst, kannst du mächtig stolz auf dich sein! Denn in Deutschland werden jährlich 11 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen, und 42 % von dieser unvorstellbaren Menge fällt in deutschen Haushalten an. Das ist nicht nur ein schweres ethisches Problem – Lebensmittel wegwerfen, während 900 Millionen Menschen weltweit hungern, sondern belastet auch die Umwelt dramatisch. Ein großer Teil der beanspruchten Energie, Treibhausgase und Flächen werden unnötig verwendet, ebenso wie Wasser und chemische Pflanzenschutzmittel. Fest steht also, dass wir die Lebensmittelverschwendung gemeinsam bekämpfen sollten und jeder kann seinen Beitrag dazu mit einfachen Mitteln leisten. Am Ende sparst du auch noch Geld dabei und lebst vielleicht sogar gesünder.

Um zukünftig kein Essen in den eigenen vier Wänden mehr wegwerfen zu müssen, teile ich drei Tipps mit dir, die sich für mich bewährt haben:

1. Nicht mit leerem Magen einkaufen: Wer mit Hunger einkaufen geht, kauft meist viel mehr, als er eigentlich benötigt. Vernünftiger und nachhaltiger ist es, beispielsweise nach dem Mittagessen in den Supermarkt zu gehen. Das könnte man mit einem kleinen Verdauungsspaziergang vereinen.

2. Keine Scheu vorm Mindesthaltbarkeitsdatum: Es ist und bleibt ein Kreuz, das Mindesthaltbarkeitsdatum! Noch immer glauben zu viele Deutsche, dass Lebensmittel nur bis zum genannten Datum haltbar sind. Tatsächlich können wir den Großteil unserer gekauften Produkte jedoch noch weit nach diesem Datum mit Genuss verzehren. Genau hinschauen sollte man bei Fleisch, Fisch und milchhaltigen Produkten. Hier rate ich dir, dich auf deine Sinne zu verlassen – genau hinschauen, riechen, schmecken, und im besten Falle, genießen.

3. Übrig gebliebene Speisen einfrieren oder spenden: Anstatt in den Kühlschrank, kannst du Reste des Mittag- oder Abendessens auch in deinem Gefrierfach lagern. Hier halten sie sich meist länger, und du kannst sie in wenigen Wochen oder Monaten aufwärmen. Bei größeren Mengen übrig gebliebener Lebensmittel, beispielsweise nach einer Geburtstagsparty, kannst du dich an die Tafel oder an foodsharing wenden und deinen Speisen eine zweite Chance geben.

Deine Küche hast du im Griff? So kannst du außerdem noch helfen, gemeinsam mit Too Good To Go!

Wenn du diese Schritte beherzigst und deine Lebensmittelverschwendung auf ein Minimum beschränkst, leistet du schon einen sehr guten Beitrag. Du fragst dich, woher die restlichen 58% der verschwendeten Lebensmittel in Deutschland kommen? Und wie du noch helfen kannst?

Genau hier kommt Too Good To Go ins Spiel! Seit dem Jahr 2015 vermittelt die Plattform zwischen gastronomischen Betrieben, die zu viel Essen produziert haben, und Konsumenten, welche sich die übrig geblieben Lebensmittel zu einem vergünstigten Preis abholen können.

So schlau und so simpel, aber wer kam auf diese Idee? „Die fünf Gründer von Too Good To Go waren in einem Buffetrestaurant essen. Sie haben am Ende des Betriebstages bemerkt, dass das Buffet noch komplett voll bestückt war. Auf Nachfrage stellten sie fest, dass es gängige Praxis in gastronomischen Betrieben ist, das überproduzierte Essen am Ende des Betriebstages zu entsorgen. Das wollten sie so nicht akzeptieren und eine einfache Lösung für dieses Problem anbieten. So entstand die Idee zu Too Good To Go.“, erzählt mir Victoria Prillmann. Inzwischen ist das Unternehmen in 14 europäischen Ländern aktiv, und 22 Millionen Nutzer weltweilt konnten sagenhafte 39 Millionen Mahlzeiten vor der Tonne retten! (Stand: Juni 2020) 

 

App Nutzung
Too Good To Go Logo
Too Good To Go Tuete

 

Sarah aus Berlin ist eine dieser Retterinnen, und erklärt, weshalb sie die Mission von Too Good To Go wichtig findet: „Wenn ich mir vorstelle, wie viel Essen jeden Tag allein in der Gastronomie in den Müll wandert, wird mir schlecht. Ich würde mir wünschen, dass sich die Politik mehr für dieses Thema einsetzt und erkennt, dass wir so nicht mit Lebensmitteln umgehen können. Dadurch, dass ich häufig die App Too Good To Go nutze, kann ich wenigstens einen kleinen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten. Und es macht immer riesig Spaß, wenn ich eine gut gemischte Tüte mit gesunden und leckeren Zutaten erhalte.“

Damit Sarah diese Tüte mit Lebensmitteln erhält, öffnet sie die Too Good To Go App und wählt lediglich ein teilnehmendes Restaurant, Café, Hotel, eine Bäckerei oder einen Supermarkt in ihrer Nähe. Der Betrieb gibt in der App an, wie viele Portionen Lebensmittel vorrausichtlich nicht verkauft werden, und zu welcher Uhrzeit die Reste abgeholt werden können. Und schon gibt es ein leckeres, günstiges Essen für Sarah, weniger Verschwendung für die Betriebe, und Ressourcenschonung für die Umwelt!

Ist Sarah denn die tatsächliche Zielgruppe von Too Good To Go? Victoria Prillmann erklärt: „Die Too Good To Go Community ist bunt gemischt - jeder, der Lebensmittel vor der Tonne retten möchte, ist willkommen. Eine Zielgruppe im herkömmlichen Sinne bedient Too Good To Go nicht. Wir haben aber in eigenen Umfragen herausgefunden, dass unsere Hauptnutzergruppe junge Berufstätige sind, dicht gefolgt von Studierenden. Aber nach oben und unten gibt es keine Grenze: SeniorInnen nutzen die App ebenso wie Jugendliche.“

 

Brot
Einkauf
Buffet

 

Too Good To Go kann und sollte also von jedem genutzt werden, der genug von der übermäßigen Lebensmittelverschwendung insbesondere in Restaurants und Hotels hat. Auch du überlegst, der App eine Chance zu geben? Ich habe noch einmal nachgehakt und konnte Sarah Tipps für eine schöne Erfahrung mit Too Good To Go entlocken: „Grundsätzlich finde ich, solltest du es einfach mal ausprobieren! Denn was hast du zu verlieren? Falls dein erstes Erlebnis nicht gleich ein großer Erfolg werden sollte, lass den Kopf nicht hängen, sondern wage ruhig einen zweiten Anlauf. Geschmäcker sind immer verschieden, und besonders bei den Überraschungstüten kannst du mal mehr Glück haben, und mal weniger. Ich persönlich habe super Erfahrungen beim Café "Coffee drink your Monkey" am Savignyplatz oder bei Dean und David in Berlin sammeln können. Aber auch überall sonst wird man freundlich empfangen und verlässt das Restaurant oder Café mit dem Gefühl, etwas Gutes für sich und die Umwelt gemacht zu haben! Ein weiterer Ratschlag von mir: Erwarte nicht immer Perfektion – es geht darum, Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren und nicht, ein 5-Gang Menü im Sternerestaurant zu ergattern. Mit realistischen Erwartungen und einer guten Portion Offenheit für neue kulinarische Erlebnisse wirst du Too Good To Go mit Sicherheit genauso mögen wie ich! Too Good To Go ist wirklich eine super App und ich wünsche mir, dass sich noch mehr Läden dem Konzept anschließen und die Auswahl und die Verfügbarkeit zukünftig nur noch wachsen.“

Diesbezüglich teilt Victoria Prillmann unternehmerische Ziele von Too Good To Go mit mir, welche Sarah und alle anderen Konsumenten da draußen freuen werden: „Der Großteil unseres Teams kümmert sich darum, dass mehr gastronomische Betriebe von unserem Konzept erfahren - per Telefon oder mit einem persönlichen Gespräch vor Ort. Too Good To Go hat als Social Impact Business schon vieles erreicht, doch das ist uns noch nicht genug. Wir arbeiten täglich daran, eine Welt ohne Lebensmittelverschwendung zu gestalten. Das ist noch ein langer Weg. In Deutschland wollen wir im Jahr 2020 noch flächendeckender in der gesamten Republik Angebote anbieten können. Auch international haben wir große Pläne: Too Good To Go wird noch im Jahr 2020 in den USA an den Start gehen.“

“Wenn wir nur die Hälfte des weggeworfenen Essens vor der Tonne retten würden, könnten wir die ganze Welt satt bekommen“ – Vor diesem Hintergrund arbeitet das Team von Too Good To Go hart daran, die weltweite Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, und die Gesellschaft für die Wertschätzung von Essen, der Umwelt, und sozialer Gerechtigkeit zu sensibilisieren. Sowohl für Kunden als auch für gastronomische Partner hat sich Too Good To Go mehr als bewährt und zeigt einzigartigen Kampfgeist gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.

 

Essen im Bett

 

Auch ich habe Too Good To Go schon oft ausprobiert und finde das Konzept toll. Anstatt mir teures Obst vom Supermarkt zu kaufen, freue ich mich immer darüber, Lebensmittel wie Früchte oder Gemüse vor der Tonne zu retten und sie zu einem vergünstigten Preis zu genießen. Außerdem habe ich durch die App schon viele Cafés und Restaurants in meiner Nähe entdeckt, die ich vorher gar nicht kannte. Häufig sind die Portionen so groß, dass ich sie alleine gar nicht essen kann – hier freuen sich dann meine Arbeitskollegen oder meine Mitbewohnerin. Too Good To Go ist, wie ich finde, eine simple und doch so wichtige Initiative, die uns alle ein kleines Stückchen zu Alltagshelden machen kann.

Werde noch heute Teil der Too Good To Go Community und rette Essen vor der Tonne! Die App findest du im Play/Applestore, und hier gibt es weitere Informationen https://toogoodtogo.de.

Ich bedanke mich herzlich bei Victoria Prillmann und bei Sarah für die spannenden Interviews und bin gespannt, welche Fortschritte wir im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung noch machen werden.

Ich kämpfe mit, du auch?

Liebe Grüße

Deine Darlene

 

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