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Das Gemüsestand-Dilemma: Regional oder Bio – Was ist wirklich nachhaltig?

Die ersten Sonnenstrahlen kommen raus am Himmel über Berlin, und der Frühlingswind kitzelt um die Nase. Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit verspüre ich seit langer Zeit mal wieder Lust auf einen frischen Salat – deshalb noch schnell zum Supermarkt um die Ecke und ein bisschen frisches, knackiges Gemüse mitnehmen. Im Geschäft angekommen habe ich dann wortwörtlich den Salat: Irgendwo zwischen „Bio“ -Tomaten und Gurken aus der Region bildet sich das so vertraute Fragezeichen in meinem Kopf, dass immer wieder erscheint, wenn ich mich wundere: „Bio“ versus regional, was ist denn jetzt eigentlich besser? Um hier endlich Klarheit zu bekommen, habe ich mich auf Recherche begeben und teile heute meine Ergebnisse mit dir.

Wie bei so vielen Dingen im Leben, scheint es in der „Bio“ vs. Regional Debatte kein eindeutiges „Falsch“ oder „Richtig“ zu geben. Fest steht aber, dass wir beim Einkauf von biologischen und regionalen Produkten grundsätzlich gleichermaßen gute Intentionen verfolgen: In beiden Fällen möchten wir natürliche und gesunde Speisen zu uns nehmen und unseren Umwelteinfluss dabei möglichst geringhalten. Dieser Ansatz ist sehr lobenswert und den sollten wir uns auch unabhängig von Unsicherheiten oder kniffligen Situationen, wie die vor dem Gemüseregal, unbedingt beibehalten. 

 

Kraeuter Im Holzkorb
Kuehe Auf Der Wiese
Frau Auf Huehnerwiese
Gemuese Auf Holzbalken

 

Getreu dem Motto „Nobody’s perfect“ zeigen beide Prinzipien sowohl positive als auch negative Seiten. Die folgende Aufstellung hilft dir aber vielleicht beim nächsten Einkauf, eine leichtere Entscheidung bei der Wahl zwischen „Bio“ und regionalen Produkten zu treffen. In jenem Fall gibt sie dir einen guten Eindruck, was tatsächlich hinter den Begriffen steckt und wie sie deinen CO2-Fußabdruck gegebenenfalls beeinflussen.

Bio versus Regional – Ein Überblick

 GL Blog Tabelle Bio regional

Recherche und Bauchgefühl für eine gute Entscheidung

Letztendlich scheint es im „Bio“ versus regional Dilemma nicht nur „schwarz“ oder „weiß“ zu geben – meiner Meinung nach völlig in Ordnung, denn das Meiste ist doch eh viel schöner in Grün!

Nach meiner Recherche versuche ich noch einmal, meine Gedanken zu sortieren: Ich habe gelernt, dass regionale Lebensmittel sowohl vom Bauernhof um die Ecke, als auch vom Nachbarland stammen können. Bei den „Bio“ Produkten scheint es hierbei überhaupt keine Grenzen oder Regelungen zu geben. Gleichzeitig kann ein Betrieb die Anforderungen des Bio-Siegels erfüllen, ohne die anstehenden Kosten der Zertifizierung auf sich nehmen zu wollen und mit dem tatsächlichen „Bio“ -Logo gekennzeichnet zu sein. Und am Ende des Tages sagt keiner der beiden Begrifflichkeiten etwas über die soziale Nachhaltigkeit in den Unternehmen aus. Umweltbewusster Konsum ist zwar wichtig, aber wie gut schmeckt mir der Apfel noch, wenn ich weiß, dass er unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel gering bezahlter Feldarbeit geerntet wurde?

Mein Fazit: Recherche, Recherche und noch mal Recherche

Obwohl ich bisher beim Einkaufen gerne zu Obst mit dem „Bio“ Siegel und zu Gemüse aus Deutschland oder den Niederlanden gegriffen habe, werde ich künftig wohl lieber zweimal überlegen. Um einen aussagekräftigen Einblick in die Herkunft meiner Tomaten und Gurken zu bekommen, sollte ich mich genauer über die auf der Verpackung angegebenen Lieferanten informieren. Viele Bauernhöfe bieten inzwischen auch die Möglichkeit eines Besuches an, sodass ich mir über die Konditionen für Mensch und Tier vor Ort ein eigenes Bild machen kann. Danach kann ich für mich entscheiden, welche Faktoren mir beim Kauf von Obste, Fleisch, Gemüse und Co. am wichtigsten sind.

Für meinen Frühlings-Salat greife ich heute nach den Teilen, zu denen mich mein Bauchgefühl hinzieht.

Grüne Grüße wünscht

Deine Darlene

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