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Trockene Haut - mein Wintersorgenkind

Trockene Haut - mein Wintersorgenkind

Rau, rissig, spannt und juckt – diese Wörter beschreiben (leider) perfekt meine Haut im Winter. Doch damit ist jetzt Schluss! Wenn du auch genug von trockener Haut hast, dann lass dich von den folgenden nachhaltigen Tipps inspirieren!

Mir fällt es nicht nur im Winter extrem schwer, die richtigen Pflegprodukte zu kaufen. Das liegt einerseits an dem Überangebot von Pflegeprodukten, aber anderseits auch an verschiedenen Studien, welche erschreckende Erkenntnisse zu den gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen veröffentlichen und mich daher verunsichern. Besonders in konventionellen Pflegeprodukten sind häufig Stoffe enthalten, welche Krebs, Asthma oder andere Krankheiten hervorrufen können.

Auch Mikroplastik, also Plastikpartikel, welche kleiner als 5 mm sind, wird vermehrt in den Produkten nachgewiesen. Du fragst dich bestimmt, was macht Plastik überhaupt in unseren Pflegeprodukten?! Ganz einfach: es ist billig in der Herstellung und praktisch in der Nutzung. Dafür jedoch umso schädlicher für die Umwelt und die Gesundheit. Genutzt wird Mikroplastik zum Beispiel in Gesichtspeelings als Schleifmittel, in Sonnencremes sorgt es für eine weiche Textur und in anderen Produkten dient es als Emulgator, um Inhaltsstoffe zu binden. Plastik wird aus dem endlichen Rohstoff Erdöl hergestellt und ist nur schwer biologisch abbaubar. Die winzigen Partikel lassen sich außerdem nur schwer aus dem Abwasser herausfiltern und gelangen somit ungehindert in Flüsse und Meere.

Deshalb versuche ich ausschließlich Bio- oder Naturkosmetik zu verwenden. Nachhaltige Marken wie ‚Weleda‘, ‚Lavera‘ oder ‚Sante‘ verzichten (so weit wie möglich) auf chemische Inhaltsstoffe und achten auf ihren Umwelteinfluss. Außerdem kann ich dir die Apps ‚Codecheck‘ und ‚ToxFox‘ empfehlen. Diese sagen dir, ob bedenkliche Stoffe in einem Produkt beinhaltet sind. Dafür musst du nur den Barcode des Produktes scannen. Wenn du den vollen Überblick über die Inhaltsstoffe haben möchtest, solltest du die Pflegeprodukte selbst herstellen. Passend dazu habe ich im weiteren Text drei DIYs für dich.

Die Herausforderungen im Winter

Nicht nur bei Obst und Gemüse gibt es verschiedene Saisons, sondern auch bei der Hautpflege. Im Sommer reicht oft eine leichte Lotion mit Sonnenschutzfaktor aus. Im Winter hingegen benötigt die Haut eine extra Portion Pflege.

Kaum sinken die Außentemperaturen, steigen sie drinnen und - ‚schwuppdiwupp‘ - machen sich die ersten trockenen Stellen in meinem Gesicht bemerkbar. Ganz klar: Der ständige Wechsel zwischen Kälte und Wärme strapaziert die Haut. Gottseidank müssen wir zwar nicht mehr selbst mit Holz heizen, sondern können mit nur einer Handbewegung die Heizung andrehen, doch für die Haut bedeutet die trockene Heizungsluft einen Feuchtigkeitsentzug. Aber nicht nur in den beheizten Räumen ist die Luftfeuchtigkeit gering, sondern auch draußen.

Der Körper reduziert übrigens bei Temperaturen unter 8°C die natürliche Talgproduktion. Das bedeutet, der natürliche Austrocknungsschutz ist nicht mehr vollständig intakt. Zudem führt die Kälte auch zu einer schlechteren Durchblutung im Körper. Dabei ziehen sich die Poren zusammen, um die Körperwärme beizubehalten. Das hat die Folge, dass die Haut weniger Sauerstoff und Nährstoffe abbekommt. Das macht sich schnell an deinem Hautbild bemerkbar und dieses wirkt dann blass und kränklich.

Gib trockener Haut erst gar keine Chance!
10 Tipps zur Vorbeugung:

1. Bye Bye trockene Heizungsluft
Lass regelmäßig etwas frische Luft in den Raum, bspw. am Morgen, im Büro in der Mittagspause und am Abend vor dem Schlafengehen. Außerdem helfen auch Pflanzen und Luftbefeuchter für ein natürlich feuchtes Raumklima.

2. Warm einpacken
Schütze deine empfindlichen Körperstellen. Deine Hände kannst du zum Beispiel mit (atmungsaktiven) Handschuhen vor der Kälte bewahren.

3. Sei aktiv
Schnapp dir deine Freunde und geh raus an die frische Luft! Wie wäre es mit Schlittschuh fahren? Durch Bewegung kurbelst du die Durchblutung in deinem Körper an und ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe kommen an die Haut. Und der Spassfaktor kommt definitiv auch nicht zu kurz.

4. UV-Schutz ist ein ‚Must Have‘
Besonders wenn du im Winter gerne die Pisten mit Skiern oder dem Snowboard runterheizt, darf der UV-Schutz bspw. von der Naturkosmetikmarke Speick, nicht fehlen. Wenn du dich nämlich in der Höhe, wie in diesem Fall auf einem Berg, befindest, ist die Sonneneinstrahlung und somit die Gefahr eines Sonnenbrandes stärker und dies ist bekanntermaßen hautschädigend.

5. Sag nein zu chemischen Inhaltsstoffen
Viele Reinigungsmittel sowie Pflege- und Kosmetikprodukte beinhalten chemische und alkoholische Stoffe, welche die natürliche Hautbarriere schädigen und gleichzeitig austrocknend wirken. Schützen kannst du deine Hände beim Putzen zum Beispiel durch das Tragen von Ökogummihandschuhen aus Naturlatex oder Naturkautschuk und durch die Verwendung von ökologischem Reinigungsmittel, wie bspw. Produkten von „Ecover“.

Wusstest du, dass in der Kosmetikbranche zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Alkohol unterschieden wird? Die weitverbreitetsten ‚guten‘ Alkoholinhaltsstoffe sind Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol und Stearyl Alcohol. Diese sind sogenannte Fettalkohole, welche als Cremebasis fungieren können, da sie Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere unterstützen. Hingegen solltest du von Kosmetik mit alkoholischen Inhaltsstoffen wie Alcohol Denat., Ethanol und Ethyl Alcohol die Finger lassen, da diese unter anderem für eine vorzeitige Hautalterung sorgen.

6. Ausreichend Trinken ist das A und O
Bei Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Müdigkeit oder anderen (leichten) körperlichen Beschwerden wird mir immer zuerst geraten, ausreichend zu trinken. Das gilt natürlich auch bei trockener Haut. Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee solltest du trinken, um den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Falls der Geschmack von Wasser dir zu langweilig ist, gib doch einfach ein paar Scheiben frische Zitrone, Gurke oder Orange dazu.

7. Eine ausgewogene Ernährung macht den Unterschied
Viele wichtige Nährstoffe erhält der Körper bzw. die Haut durch die Ernährung. Für eine gesunde Haut sind besonders die Vitamine A, C, B3 und H wichtig. Sie sorgen für die Bildung von neuen Hautzellen, die Regeneration der Haut, gewähren die Elastizität dieser, fungieren als Antioxidantien und wirken der vorzeitigen Hautalterung entgegen. Deshalb solltest du möglichst viel frisches Obst und Gemüse essen. Besonders Karotten, Tomaten, Brokkoli, Paprika, Zitrusfrüchte, Blumenkohl, Kürbiskerne und pflanzliche Öle gelten als DIE Hautpflege-Vitamin-Lieferanten. Durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung versorgst du deinen Körper automatisch mit allen wichtigen Vitaminen.

8. Die üblichen Verdächtigten
Versuche Nikotin, Alkohol und Stress zu vermeiden. Diese Faktoren rauben deiner Haut Glanz und Vitalität, da dem Körper Wasser entzogen wird, die Blutgefäße verengt werden und dadurch die Haut zu wenig Sauerstoff aufnehmen kann.

9. Eine heiße Dusche an kalten Tagen? Lieber nicht!
Auch wenn es verlockend ist, an kalten Tagen ausgiebig lang und heiß zu duschen, so fördert dies leider auch trockene Haut. Deshalb versuche dich an folgende Punkte zu halten: max. 15 Minuten, max. 35 Grad Celsius (lauwarmes Wasser) und nur jeden zweiten Tag duschen. Außerdem kann ich dir empfehlen, dich am Schluss noch einmal kurz kalt abzuduschen. Die kalte Dusche bringt einige Vorteile, wie eine verbesserte Durchblutung, die Stärkung des Immunsystems, aber auch die Ankurbelung der Fettverbrennung. Der kalte Strahl lohnt sich also!

10. Auf die richtigen Pflegeprodukte kommt es an!
Deine Haut braucht im Winter mehr Pflege als im Sommer, deshalb steige zur kalten Jahreszeit auf reichhaltige, rückfettende Pflegeprodukte um, wie bspw. von Duschgel auf Duschöl. Dies bewirkt einen extra Schutz vor Wasserverlust. Ein unverzichtbares natürliches Wundermittel ist die Ringelblume, da sie als besonders feuchtigkeitsspendend, rückfettend, hautregenerierend, entzündungshemmend und wundheilend gilt.

Den sogenannten Allrounder kannst du ganz einfach selbst herstellen:

Ringelblumenöl
Dauer: max. 2 ½ Stunden
Zutaten:
• 5 g getrocknete Ringelblütenblätter
• 100 g kaltgepresstes Olivenöl, Mandelöl oder Walnussöl
• (Dunkelwandige) Flasche oder Schraubglas
Zubereitung:
1. Ein Sieb und die Flasche/das Schraubglas mit kochendem Wasser sterilisieren. Damit garantierst du die Haltbarkeit des Öls.
2. Die Ringelblütenblätter und das Öl in ein Gefäß geben und bei niedriger Stufe auf dem Herd in ein Wasserbad stellen.
3. Die Mischung auf ungefähr 75 Grad Celsius erwärmen.
4. Diese anschließend zwei Stunden unter regelmäßigem Umrühren ziehen lassen.
5. Das Öl in die Flasche/das Schraubglas umfüllen, dabei die pflanzlichen Bestandteile heraussieben.
6. Die Flasche/das Schraubglas mit dem Haltbarkeitsdatum beschriften. Das Ringelblumenöl ist bis zu 8 Monate haltbar. Es empfiehlt sich, das Öl an einem kühlen und dunklen Ort zu lagern.

Die Lippen sind die ersten Leidtragenden!

Blog trockene Haut lippenDa die Lippen keine Talgdrüsen besitzen und die Haut hier sehr dünn ist, verlieren sie schnell Feuchtigkeit und trocken somit aus. Ich neige dazu, meine Lippen bei Trockenheit mit der Zunge anzufeuchten. Doch die schnelle Hilfe hält nur kurz. Denn beim Verdunsten des Speichels wird der Haut weitere Feuchtigkeit entzogen und die Lippen werden noch trockener als zuvor.

Das hilft:
• Peeling: Mit einer weichen Zahnbürste die Lippen einmal pro Woche massieren. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und abgestorbene Hautschüppchen lösen sich.
• Pflegeprodukte: Vaseline, Lippenpflegestifte mit Dexpanthenol und Ringelblume, und wundheilende Cremes mit Zink helfen, um die Lippen vor Austrocknung zu schützen.
• Rettung in der Not: Eine dicke Schicht Honig auftragen und für 15 Minuten einwirken lassen. Honig hat eine heilende Wirkung und ist rückfettend. Anschließend mit warmem Wasser abwaschen. Achtung: Vermeide es, den Honig von deinen Lippen abzulecken, da der Speichel diese sonst wieder austrocknet. Eine vegane Alternative für Honig ist (hochwertiges) Olivenöl oder Ringelblumenöl. Bei besonders spröden und rissigen Lippen hilft eine Quark-Honig-Mischung. Der Quark hat eine kühlende und beruhigende Wirkung.

 

Lippenpflege einfach selbstgemacht:
Dauer: max. 10 Minuten
Zutaten:
• 30 ml Ringelblumenöl
• 15 g Sheabutter
• 15 g Bienenwachs
• Ein leerer Tiegel oder Lippenstifthülse
Tipp: Für eine längere Haltbarkeit ein paar Tropfen Vitamin-E-Öl (Tocopherol) hinzufügen.
Zubereitung:
1. Das Ringelblumenöl und das Bienenwachs in ein Glas geben und in einem Topf bei einem Wasserbad schmelzen lassen.
2. Sheabutter hinzugeben und verrühren, bis es eine homogene Masse ist.
3. Vitamin-E-Öl unterrühren.
4. Masse in den Tiegel oder die Lippenstifthülse abfüllen und abkühlen lassen.

Tipps gegen rissige Hände

Blog trockene Haut HandNach den Lippen sind die Hände, aber auch die Füße, bei kalten Temperaturen schnell für rissige Haut anfällig. Da dort die Haut auch sehr dünn ist und sich nur wenige Talgdrüsen besitzen.

Das hilft:
• Atmungsaktive Handschuhe sind an kalten Tagen ein „Must-Wear“
• Pflege: Handcreme mit schützenden Pflanzenfetten, Kokosnussöl, Sheabutter, Vaseline benutzen.
• Hygiene: Händewaschen mit lauwarmem Wasser und einer hautfreundlichen, pH-Wert neutralen (Kern-) Seife

Die Rettung in der Not: Hände abends eincremen und dann in ein warmes Handtuch einwickeln oder Haferbrei auftragen:
Dauer: max. 25 Minuten
Zutaten:
• 1 Tasse Haferflocken
• Heißes Wasser
Zubereitung:
• Haferflocken in heißem Wasser einweichen
• Die abgekühlte Masse auf deine Hände auftragen und bis zu 15 Minuten einwirken lassen
• Nach 15 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen

Ich hoffe, dir helfen meine Tipps, um von trockener und spröder Haut in der kalten Jahreszeit verschont zu bleiben.

Grüne Grüße aus der Hauptstadt

Mona

 

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